Wie findet man passive Kandidaten für Führungspositionen?

Passive Kandidaten sind Fachkräfte, die nicht aktiv nach neuen Positionen suchen, jedoch für qualifizierte Angebote zugänglich bleiben. Für Führungspositionen wie Geschäftsführer, CTO oder Head of Engineering stellen sie häufig die bevorzugte Wahl dar: Sie verfügen über nachweisbare Erfolge, demonstrieren berufliche Stabilität und wechseln ausschließlich für substanzielle Herausforderungen. Die Rekrutierung erfordert spezifische Strategien – von der gezielten Direktansprache über professionelle Netzwerke bis zur systematischen Beziehungspflege. Dieser Artikel beantwortet die zentralen Fragen zur erfolgreichen Gewinnung passiver Kandidaten für Führungsrollen.

Was sind passive Kandidaten und warum sind sie für Führungspositionen relevant?

Passive Kandidaten sind Fachkräfte, die aktuell in einer Position tätig sind und nicht aktiv nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Sie durchsuchen keine Stellenbörsen und versenden keine Bewerbungen. Sie sind in ihrer gegenwärtigen Rolle etabliert, würden jedoch für qualifizierte Angebote einen Wechsel in Betracht ziehen.

Für Führungspositionen wie Vertriebsleiter, Business Development Manager oder CFO sind passive Kandidaten besonders wertvoll. Sie befinden sich häufig auf dem Höhepunkt ihrer beruflichen Leistungsfähigkeit und erzielen messbare Erfolge in ihren aktuellen Unternehmen. Diese Kombination aus Stabilität und nachgewiesener Kompetenz macht sie zu geeigneten Kandidaten für anspruchsvolle Führungsrollen.

Hochqualifizierte Führungskräfte sind selten auf dem offenen Arbeitsmarkt verfügbar. Sie werden von ihren Arbeitgebern geschätzt, angemessen vergütet und arbeiten an relevanten Projekten. Ein Wechsel kommt nur dann in Betracht, wenn die neue Position deutlich attraktiver ist – durch erweiterten Gestaltungsspielraum, anspruchsvollere Projekte oder bessere Entwicklungsperspektiven.

Passive Kandidaten verfügen über eine andere Verhandlungsposition. Sie müssen nicht wechseln, sondern entscheiden sich bewusst dafür. Dies bedeutet, dass Sie als Arbeitgeber überzeugen müssen. Diese Dynamik führt zu qualitativ besseren Besetzungen, da beide Seiten substanzielle Übereinstimmung erreichen müssen.

Wo findet man passive Kandidaten für Führungspositionen?

LinkedIn und Xing sind die zentralen Plattformen für die Identifikation passiver Führungskräfte. Hier präsentieren Professionals ihre Karrierewege, Projekte und Kompetenzen. Die erweiterten Suchfunktionen ermöglichen gezielte Recherchen nach Vertriebsleitern, CTOs oder Key Account Managern mit spezifischen Qualifikationen.

Branchenveranstaltungen und Fachkonferenzen bieten direkten Zugang zu aktiven Führungskräften in ihrem professionellen Umfeld. Hier positionieren sich Experten als Referenten, Panelteilnehmer oder engagierte Besucher. Diese Kontexte ermöglichen natürliche Gespräche ohne formellen Recruiting-Charakter.

In der GreenTech-Branche existieren spezialisierte Netzwerke und Communities, in denen sich Führungskräfte austauschen. Diese Gruppen – digital oder analog – sind wertvolle Quellen für die Identifikation von Talenten mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation.

Empfehlungsnetzwerke und bestehende Kontakte werden häufig unterschätzt. Ihre aktuellen Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Branchenkontakte kennen qualifizierte Führungskräfte. Eine systematische Pflege dieser Netzwerke erweist sich langfristig als wertvoll.

Fachpublikationen und Thought-Leader-Content zeigen, wer in Ihrer Branche über Expertise verfügt und Meinungsführerschaft übernimmt. Autoren von Fachartikeln, Blogger oder Podcast-Gäste sind häufig erfahrene Führungskräfte – und durch ihre öffentliche Präsenz leichter ansprechbar.

Systematische Nutzung dieser Kanäle

Entwickeln Sie für jeden Kanal eine strukturierte Vorgehensweise. Bei LinkedIn bedeutet dies regelmäßige Suchen mit gespeicherten Filtern, Beobachtung relevanter Profile und Interaktion mit deren Content. Bei Veranstaltungen umfasst dies gezielte Auswahl der Events, Vorbereitung auf Schlüsselpersonen und professionelles Follow-up.

Dokumentieren Sie systematisch, über welche Kanäle Sie welche Profile identifizieren. Ein CRM-System hilft, den Überblick zu bewahren und Kontakte langfristig zu pflegen – auch wenn aktuell keine passende Position verfügbar ist.

Wie spricht man passive Kandidaten professionell an?

Die Erstansprache passiver Kandidaten ist erfolgsentscheidend. Personalisierung ist der zentrale Faktor – generische Nachrichten werden ignoriert. Zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Profil der Person auseinandergesetzt haben: Erwähnen Sie spezifische Projekte, Erfolge oder Publikationen.

Wertschätzung der aktuellen Position ist erforderlich. Vermeiden Sie Formulierungen wie „Ich habe gesehen, dass Sie eine neue Herausforderung suchen” – dies trifft bei passiven Kandidaten nicht zu. Angemessener ist: „Ihre Arbeit bei [Unternehmen] ist bemerkenswert, besonders [konkretes Projekt].”

Kommunizieren Sie konkrete Mehrwerte statt allgemeine Angebote. Statt „Wir haben eine interessante Position” formulieren Sie „Wir entwickeln [spezifische Innovation] und suchen einen General Manager für [konkrete Herausforderung].” Passive Kandidaten benötigen nachvollziehbare Gründe für ihr Interesse.

Der Zeitpunkt der Ansprache ist relevant. Vermeiden Sie Montagnachmittage oder Freitagabende. Dienstag bis Donnerstag, früher Morgen oder später Abend sind häufig günstiger – Zeiten, in denen Führungskräfte eher privat online sind.

Die Tonalität sollte professionell und respektvoll sein. Sie kommunizieren mit einem erfolgreichen Geschäftsführer oder CTO auf Augenhöhe, nicht mit einem aktiv Suchenden. Respekt und authentisches Interesse sind erkennbar.

Beispiel einer professionellen Ansprache

Eine qualifizierte Nachricht könnte beginnen: „Ihr Vortrag zu [Thema] auf der [Konferenz] war aufschlussreich. Besonders Ihr Ansatz zu [Detail] entspricht unserer Philosophie bei [Unternehmen]. Wir stehen vor einer ähnlichen Herausforderung und ich würde gerne Ihre Perspektive dazu erfahren – unabhängig von beruflichen Überlegungen.”

Diese Ansprache zeigt authentisches Interesse, bietet einen Gesprächsanlass ohne direkten Recruiting-Druck und öffnet die Möglichkeit für einen Dialog.

Beispiel einer ungeeigneten Ansprache

Vermeiden Sie Nachrichten wie: „Hallo, ich habe Ihr Profil gesehen und wir haben eine interessante Gelegenheit für Sie. Sind Sie offen für neue Herausforderungen?” Dies ist unpersönlich, enthält keine konkreten Informationen und wirkt wie ein Massenversand.

Was motiviert passive Kandidaten zum Wechsel in eine Führungsposition?

Erweiterter Gestaltungsspielraum und Verantwortung sind zentrale Motivatoren für erfahrene Führungskräfte. Ein Head of Engineering, der seit Jahren in etablierten Strukturen arbeitet, sucht häufig nach der Möglichkeit, Strukturen aufzubauen oder grundlegend zu transformieren.

Die Beteiligung an zukunftsweisenden Projekten ist besonders in der GreenTech-Branche relevant. Ein CFO oder Business Development Manager, der an Lösungen für Klimaschutz oder Energiewende arbeiten kann, findet darin häufig mehr Motivation als in einer reinen Gehaltssteigerung.

Unternehmenskultur und Werte-Alignment gewinnen mit zunehmender Erfahrung an Bedeutung. Führungskräfte bevorzugen Organisationen, deren Werte und Arbeitsweise mit ihrer Persönlichkeit übereinstimmen. Flache Hierarchien, Innovationskultur oder nachhaltige Geschäftsmodelle können ausschlaggebend sein.

Finanzielle Anreize und Benefits spielen eine Rolle, sind jedoch selten der Hauptgrund. Passive Kandidaten verfügen meist über angemessene Vergütung. Ein Wechsel muss finanziell attraktiv sein, dies allein ist jedoch nicht ausreichend. Interessanter sind häufig Beteiligungsmodelle, die langfristiges Engagement belohnen.

Work-Life-Balance und flexible Arbeitsmodelle haben an Bedeutung gewonnen. Ein Geschäftsführer oder Vertriebsleiter mit Familie schätzt Remote-Optionen, Vertrauensarbeitszeit oder Sabbatical-Möglichkeiten häufig höher als früher.

Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten bleiben relevant. Auch erfahrene CTOs oder Key Account Manager streben nach kontinuierlicher Weiterentwicklung – durch anspruchsvolle Projekte, Coaching oder Zusammenarbeit mit qualifizierten Kollegen.

Diese Faktoren im Gespräch identifizieren

Stellen Sie offene Fragen: „Was würde einen Wechsel für Sie interessant machen?” oder „Wie würden Sie Ihre ideale nächste Rolle beschreiben?” Hören Sie aktiv zu und notieren Sie, welche Aspekte Interesse wecken.

Achten Sie auf Formulierungen wie „Es würde mich interessieren…” oder „Ein Aspekt, der mich schon immer fasziniert hat…” – dies sind Hinweise auf unerfüllte Wünsche in der aktuellen Position.

Welche Fehler sollte man bei der Ansprache passiver Kandidaten vermeiden?

Zu aggressive oder aufdringliche Ansprache wirkt kontraproduktiv. Mehrfaches Nachhaken innerhalb weniger Tage oder Druck wie „Diese Gelegenheit ist zeitlich begrenzt” funktioniert nicht. Diese Führungskräfte verfügen über Optionen und reagieren ablehnend auf Verkaufstaktiken.

Unzureichende Recherche über den Kandidaten ist ein grundlegender Fehler. Wenn Sie einen CTO anschreiben und dabei übersehen, dass er erst vor sechs Monaten gewechselt hat, disqualifizieren Sie sich. Investieren Sie Zeit in die Vorbereitung.

Generische Massennachrichten werden von erfahrenen Führungskräften sofort erkannt. „Sehr geehrter Herr [Name], wir haben eine interessante Position…” wird nicht beachtet. Jede Ansprache muss individuell sein.

Unrealistische Versprechen schaden Ihrer Glaubwürdigkeit. Versprechen Sie keinem Business Development Manager eine Geschäftsführerposition in zwei Jahren, wenn dies unrealistisch ist. Ehrlichkeit und Transparenz sind langfristig erfolgsentscheidend.

Zu schnelles Drängen auf Entscheidungen respektiert nicht die Situation passiver Kandidaten. Sie müssen bestehende Verpflichtungen berücksichtigen, Familie einbeziehen und gründlich abwägen. Gewähren Sie angemessene Entscheidungszeit.

Mangelnde Vertraulichkeit ist besonders problematisch. Wenn ein General Manager oder Key Account Manager mit Ihnen spricht, darf dies keinesfalls zu seinem aktuellen Arbeitgeber durchdringen. Absolute Diskretion ist unverhandelbar.

Fehlende Transparenz über die Position und das Unternehmen führt zu Frustration. Passive Kandidaten investieren ihre knappe Zeit in Gespräche. Wenn Sie nach mehreren Telefonaten nicht konkret werden, verlieren Sie das Interesse.

Praktische Maßnahmen zur Fehlervermeidung

Erstellen Sie eine Checkliste für jede Ansprache: Recherche durchgeführt? Personalisierung vorhanden? Mehrwert klar kommuniziert? Vertraulichkeit gewährleistet? Diese Qualitätskontrolle verhindert grundlegende Fehler.

Setzen Sie sich Limits: Maximal zwei Follow-ups, mindestens eine Woche Abstand. Respektieren Sie ein „Nein” oder „Nicht jetzt” ohne weitere Diskussion.

Wie baut man eine langfristige Beziehung zu passiven Kandidaten auf?

Regelmäßiger, aber nicht aufdringlicher Kontakt erhält die Beziehung. Eine Gratulation zur Beförderung, ein Kommentar zu einem LinkedIn-Post oder ein Hinweis auf relevante Brancheninformationen zeigen Aufmerksamkeit ohne Aufdringlichkeit.

Mehrwert durch relevante Brancheninformationen positioniert Sie als wertvolle Ressource. Teilen Sie interessante Studien, Marktanalysen oder Veranstaltungshinweise, die für einen Head of Engineering oder CFO relevant sind. Sie werden als Fachkontakt wahrgenommen, nicht als reiner Recruiter.

Geduld und das Abwarten des richtigen Zeitpunkts sind bei Führungspositionen erforderlich. Ein Geschäftsführer oder CTO, der heute ablehnt, kann in zwei Jahren perfekt passen. Karrieren entwickeln sich, Prioritäten ändern sich.

Netzwerkpflege unabhängig von konkreten Vakanzen unterscheidet professionelles Talent Relationship Management von opportunistischem Recruiting. Bauen Sie Beziehungen auf, wenn Sie nichts benötigen – dann sind sie verfügbar, wenn Sie sie brauchen.

Vertrauen durch Professionalität und Diskretion ist die Basis. Wenn ein Vertriebsleiter oder Business Development Manager weiß, dass Gespräche mit Ihnen absolut vertraulich bleiben und Sie transparent kommunizieren, entsteht eine Vertrauensbasis für langfristige Zusammenarbeit.

Warum diese langfristige Perspektive bei Führungspositionen erforderlich ist

Führungswechsel sind strategische Entscheidungen, keine spontanen Aktionen. Der durchschnittliche Entscheidungsprozess eines erfahrenen General Managers oder Key Account Managers dauert Monate. Wer ausschließlich kurzfristig agiert, verliert qualifizierte Kandidaten an Wettbewerber, die langfristige Beziehungen aufgebaut haben.

Zudem entwickeln sich Ihre eigenen Anforderungen. Der Kandidat, der heute nicht passt, könnte in einem Jahr optimal sein – wenn Sie den Kontakt gepflegt haben.

Welche Rolle spielt Employer Branding beim Gewinnen passiver Kandidaten?

Eine ausgeprägte Employer Brand erleichtert die Ansprache passiver Kandidaten erheblich. Wenn ein CTO oder Head of Engineering Ihr Unternehmen bereits kennt und positiv wahrnimmt, ist die Hemmschwelle für ein Gespräch deutlich niedriger.

Für Führungskräfte sind spezifische Aspekte relevant: Vision (Wohin entwickelt sich das Unternehmen?), Werte (Wofür steht es?) und Impact (Welchen Unterschied macht die Arbeit?). Ein Geschäftsführer oder CFO möchte Teil einer bedeutsamen Entwicklung sein.

Authentische Kommunikation der Unternehmenskultur ist wichtiger als Hochglanzmarketing. Passive Kandidaten erkennen Fassaden schnell. Zeigen Sie transparent, wie bei Ihnen gearbeitet wird – mit echten Einblicken, nicht mit generischen Darstellungen.

Social Proof und Testimonials bestehender Führungskräfte wirken überzeugend. Wenn Ihr aktueller Vertriebsleiter oder Business Development Manager authentisch über die Arbeit spricht, hat dies mehr Gewicht als jede Marketingbroschüre.

Digitale Präsenz und Content-Marketing fungieren als Türöffner. Ein Key Account Manager oder General Manager, der regelmäßig Ihre Fachartikel liest oder Ihre Webinare verfolgt, ist bereits mit Ihrem Unternehmen vertraut – vor der direkten Ansprache.

Employer Branding konkret umsetzen

Veröffentlichen Sie regelmäßig Content zu Ihrer Branche, Ihren Projekten und Ihrer Kultur. Lassen Sie Führungskräfte aus Ihrem Unternehmen zu Wort kommen. Seien Sie auf Plattformen aktiv, auf denen sich Ihre Zielkandidaten bewegen.

Messen Sie die Wirkung: Erkennen angesprochene Kandidaten Ihr Unternehmen? Wie reagieren sie auf Ihre Marke? Diese Erkenntnisse helfen, Ihre Employer-Branding-Strategie zu optimieren.

Wie unterscheidet sich die Suche nach passiven Kandidaten in der GreenTech-Branche?

Kandidaten in der GreenTech-Branche sind häufig wertegetrieben und suchen nach Purpose. Ein CTO oder Head of Engineering wechselt nicht ausschließlich für höhere Vergütung, sondern möchte an Lösungen für Klimaschutz, Energiewende oder Kreislaufwirtschaft arbeiten. Dieser Sinnaspekt ist ein bedeutender Motivator.

Die Branche wächst schnell und der Talentpool ist begrenzt. Es gibt nicht unbegrenzt erfahrene Geschäftsführer oder CFOs mit GreenTech-Hintergrund. Dies intensiviert die Konkurrenz um passive Kandidaten.

Ein Mix aus klassischer Industrie-Erfahrung und Innovationsgeist ist gefragt. Sie benötigen einen Business Development Manager, der sowohl Industrieprozesse versteht als auch Start-up-Mentalität mitbringt – eine seltene Kombination.

Netzwerke und Communities sind spezifisch. GreenTech verfügt über eigene Veranstaltungen, Verbände und Online-Communities. Wer diese nicht kennt, erreicht die qualifiziertesten passiven Kandidaten nicht.

Nachhaltigkeit als Motivationsfaktor nutzen bedeutet, authentisch zu sein. Greenwashing erkennen erfahrene Führungskräfte sofort. Wenn Sie einen Vertriebsleiter oder Key Account Manager für GreenTech gewinnen möchten, muss Ihr Nachhaltigkeitsengagement substanziell sein.

Diese Spezifika in der Ansprache berücksichtigen

Sprechen Sie explizit über Impact: „Mit dieser Position tragen Sie dazu bei, X Tonnen CO2 einzusparen” oder „Sie bauen ein Team auf, das Y Haushalte mit nachhaltiger Energie versorgt.” Diese konkreten Beiträge motivieren wertegetriebene Führungskräfte.

Zeigen Sie Ihre eigene Expertise in der Branche. Ein General Manager oder CTO in GreenTech möchte mit jemandem sprechen, der die Branche versteht, nicht mit einem generischen Recruiter.

Welche Tools und Technologien unterstützen das Finden passiver Kandidaten?

LinkedIn Recruiter und erweiterte Suchfunktionen bilden das Fundament. Die Filtermöglichkeiten nach Position, Branche, Unternehmensgröße und Skills ermöglichen präzise Suchen nach Geschäftsführern, CTOs oder Head of Engineering mit spezifischen Qualifikationen.

Boolean Search Techniken verfeinern die Suche erheblich. Mit Operatoren wie AND, OR und NOT finden Sie exakt die Kombination aus Erfahrungen, die Sie benötigen – etwa „Business Development Manager” AND „GreenTech” AND „Skalierung”.

CRM-Systeme für Talent Relationship Management helfen, die Übersicht zu bewahren. Dokumentieren Sie jeden Kontakt, setzen Sie Erinnerungen für Follow-ups und pflegen Sie systematisch Ihr Netzwerk passiver Kandidaten.

Automatisierte Sourcing-Tools mit KI-Unterstützung können Profile vorschlagen, die Ihren Anforderungen entsprechen. Sie analysieren Karrierewege und identifizieren Kandidaten, die bei manueller Suche übersehen würden.

Analytics zur Erfolgsmessung zeigen, welche Kanäle und Ansprachen funktionieren. Erfassen Sie Response-Raten, Conversion-Rates und weitere Metriken, um Ihren Prozess kontinuierlich zu verbessern.

Datenschutz-Aspekte bei der Tool-Nutzung sind in Europa besonders relevant. Stellen Sie sicher, dass Ihre Tools DSGVO-konform sind und Sie transparent kommunizieren, wie Sie Daten verarbeiten.

Fokus auf praktische Anwendung

Tools sind Mittel zum Zweck. Ein CRM-System ist wertlos, wenn Sie es nicht konsequent nutzen. LinkedIn Recruiter bringt keine Ergebnisse, wenn Ihre Ansprachen generisch bleiben. Technologie verstärkt gute Prozesse, ersetzt jedoch nicht menschliche Beziehungsarbeit.

Investieren Sie Zeit in die Einarbeitung. Die meisten Tools bieten deutlich mehr Funktionen, als üblicherweise genutzt werden. Gezielte Schulung kann Ihre Effizienz erheblich steigern.

Wie misst man den Erfolg bei der Gewinnung passiver Kandidaten?

Response-Rate auf Ansprachen ist die erste zentrale Kennzahl. Wie viele der angeschriebenen CFOs, Vertriebsleiter oder Key Account Manager antworten? Eine qualifizierte Response-Rate liegt bei passiven Kandidaten bei 20-30 % – deutlich niedriger als bei aktiv Suchenden.

Conversion-Rate vom Erstkontakt zum Interview zeigt, wie überzeugend Ihre Kommunikation ist. Wenn viele antworten, aber kaum jemand zu einem Gespräch bereit ist, besteht Optimierungsbedarf bei Ihrer Positionierung oder Ihrem Angebot.

Time-to-Hire für passive versus aktive Kandidaten ist typischerweise länger. Ein passiver General Manager oder Head of Engineering benötigt mehr Zeit für die Entscheidung. Erfassen Sie diese Kennzahl, um realistische Erwartungen zu setzen.

Qualität der Kandidaten im Prozess ist wichtiger als Quantität. Drei hochqualifizierte CTOs im Gespräch sind wertvoller als zwanzig durchschnittliche Kandidaten. Bewerten Sie die fachliche Passung, kulturelle Eignung und Motivation.

Retention-Rate nach erfolgreicher Besetzung ist der ultimative Erfolgsindikator. Bleibt der eingestellte Geschäftsführer oder Business Development Manager langfristig und ist erfolgreich? Dann war die Gewinnung nachhaltig erfolgreich.

Kosten pro erfolgreicher Einstellung helfen, die Effizienz zu bewerten. Passive Kandidatensuche ist aufwendiger, führt jedoch häufig zu qualitativ besseren Besetzungen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten (Zeit, Tools, externe Unterstützung) mit dem Wert der Einstellung.

Diese Metriken zur kontinuierlichen Prozessverbesserung nutzen

Analysieren Sie regelmäßig Ihre Kennzahlen: Welche Ansprachen funktionieren? Über welche Kanäle kommen die qualifiziertesten Kandidaten? Wo verlieren Sie Kandidaten im Prozess? Diese Erkenntnisse ermöglichen gezielte Optimierungen.

Setzen Sie realistische Benchmarks. Vergleichen Sie Ihre Kennzahlen nicht mit aktivem Recruiting, sondern mit Best Practices für passive Kandidatensuche. Kontinuierliche Verbesserung ist wichtiger als perfekte Zahlen vom ersten Tag an.

Fazit: Passive Kandidaten systematisch gewinnen

Die Gewinnung passiver Kandidaten für Führungspositionen erfordert einen grundlegend anderen Ansatz als klassisches Recruiting. Es geht um langfristige Beziehungen, authentische Kommunikation und substanziellen Mehrwert. Von der gezielten Identifikation über professionelle Ansprache bis zur geduldigen Beziehungspflege ist jeder Schritt relevant.

Besonders in der GreenTech-Branche, wo wertegetriebene Führungskräfte nach Purpose suchen, ist die Strategie erfolgsentscheidend. Wer systematisch vorgeht, geeignete Tools nutzt und kontinuierlich aus Kennzahlen lernt, baut nachhaltigen Zugang zu qualifizierten Talenten auf.

Bei Just Better verfügen wir über mehr als 15 Jahre Erfahrung in diesem Bereich. Wir haben mehrere hundert Geschäftsführer, CTOs, CFOs und andere Führungskräfte erfolgreich für GreenTech-Unternehmen gewonnen. Unser Ansatz kombiniert systematisches Talent Relationship Management mit fundierter Branchenkenntnis und einem über Jahre aufgebauten Netzwerk. Wenn Sie Ihr Team mit erstklassigen Führungskräften verstärken möchten, stehen wir für ein Gespräch über Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung.

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Über den Autor

Dirk Ohlmeier ist Gründer von JUST BETTER und begleitet seit über 15 Jahren Unternehmer, Investoren und internationale Unternehmen beim Aufbau von Führungsteams, die Wachstum, Markteintritt und Turnarounds tragen – statt nur zu verwalten.

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