A gesagt, B gebraucht

Warum Rollen die falsche Entscheidungseinheit sind

Wenn jemand sagt:
„Wir brauchen Rolle X“,
dann klingt das nach Klarheit.

In Wirklichkeit ersetzt es Analyse durch Etikettierung.

Operativ bedeutet Rolle:
Entlastung.
Für Holdings bedeutet sie:
Mandat.
Für Investoren bedeutet sie:
Risikoabsicherung.

Ein Wort.
Drei Ebenen.
Drei Motive.
Keine gemeinsame Entscheidung.

Role-based Entscheidungen entstehen selten aus Wahl,
sondern aus Druck.

Der Ausgangspunkt ist meist der Fehler davor:
ein Leader ist gegangen,
verbrannt
oder nie angekommen.

Die Organisation sucht eine stärkere Version desselben Etiketts,
anstatt die Ursache zu benennen.

Das erzeugt die Illusion von Lösung:
mehr Seniorität,
mehr Industrie,
mehr Sicherheit.

In der Realität steigt das Risiko,
weil das Mandat nicht geklärt wurde.

Micro-Beobachtung:
„Senior Project Engineer“ ausgeschrieben.
Eigentlich „Managing Director Succession“.
Succession war politisch nicht adressierbar,
also wurde sie technisch etikettiert.
Kein Talentproblem — Mandatproblem.

Zweites Muster:
„PMO“ gesucht.
Tatsächlich PMO + PMI + Verantwortung.
Wer PMO schreibt, bekommt PMO.
Dann fehlt PMI.
Dann fehlt Veränderung.
Dann fehlt Führung.

Falscher Titel = falsches Mandat.

Title-based Hires scheitern selten am Markt.
Sie scheitern daran,
dass das Problem dahinter
nie explizit gemacht wurde.